Cvarci Rezept | Leckere Schweinegrieben

Cvarci sind in Kroatien und Serbien eine sehr beliebte Spezialität und ein leckerer Snack für zwischendurch. In Deutschland sind Cvarci (Tschvarci) besser bekannt als Schweinegrieben und in Österreich nennt man sie Grabbeln. Bis vor ein paar Jahren galten die Cvarci auf dem Balkan noch als Nebenprodukt und günstiges Arme-Leute-Essen, doch mittlerweile sind Cvarci salonfähig geworden und mit der immensen Nachfrage stiegen auch logischerweise die Preise! Doch wer Cvarke wirklich liebt, der interessiert sich für den Preis nur am Rande – man spricht teilweise schon von Glück, wenn man diese Spezialität überhaupt noch irgendwo zu kaufen bekommt! Allerdings kann man knusprige Schweinegrieben auch ganz leicht selber machen und hier ist das Rezept dazu!

Cvarke selber machen | Das Cvarci Rezept

Für das Cvarci Rezept braucht man nicht viele Zutaten. Alles was man braucht, ist ein schönes Stück Rückenspeck vom Schwein. Der Speck muss frisch sein, also weder gepökelt noch geräuchert. Für den späteren Geschmack ist die Qualität des Specks natürlich von großer Bedeutung, dazu spielt aber auch das Timing eine ganz entscheidende Rolle. Bei der Zubereitung von Schweinegrieben braucht es schon ein wenig Erfahrung, um zu wissen, zu welchem Zeitpunkt man die ausgelassenen Cvarke aus dem klaren Schweineschmalz herauszunehmen hat, damit sie nicht anbrennen und schön knusprig werden. Vieles ist wirklich „Gefühlssache“ und Nuancen machen hier vieles aus.

Als Erstes nimmt man das Stück Rückenspeck und entfernt die Schwarte und das Fleisch, so dass nur noch das weiße Fett übrig bleibt. Dieses schneidet man mit einem scharfen Messer gleichmäßig in 2,5 x 2,5 cm große Würfel. Nun werden die Speckwürfel in einem großen Topf mit Wasser  und Milch (jeweils 50 ml Wasser + 50 ml Milch auf ein Kilo Speck) gekocht, bis sämtliches Wasser verdampft ist und nur noch der ausgelassene Schweineschmalz übrig ist. Um den Geschmack etwas zu verfeinern, kann man noch 1-2 grob geschnittene Zwiebeln und/oder ein paar Knoblauchzehen mitkochen, das ist Geschmackssache. Zum Ende hin erhöht man die Temperatur und frittiert die Cvarci quasi im ausgelassenen Schweineschmalz, bis sie fertig sind.

Wichtig ist, dass man die ganze Zeit über am Herd ist und die Cvarci permanent mit einem großen Kochlöffel umrührt, damit nichts anbrennt und die Schweinegrieben gleichmäßig ausgelassen werden. Wenn die Cvarci eine schöne, goldbraune Farbe angenommen haben, ist der Zeitpunkt gekommen, an dem man sie mit einem Schöpflöffel aus dem Schweineschmalz herausnehmen und in einem Sieb abtropfen lassen kann. Gründliches Abtropfen ist sehr wichtig, da sie umso knuspriger werden, desto weniger Fett sie enthalten. Profis benutzen dafür sogar eine Art Presse, um so viel Fett wie möglich aus den Schweinegrieben auszudrücken. Danach werden sie gesalzen und wenn sie luftdicht verschlossen werden, kann man sie so gut einige Wochen im Kühlschrank aufbewahren.