Karadjordje Schnitzel | Originalrezept

Manche Gerichte sind aus der Not geboren und entstammen mehr oder weniger dem Zufall. Genauso war es auch mit dem heute sehr bekannten Karadjordje Schnitzel, welches heutzutage nicht nur in Serbien, sondern auch überregional eine sehr beliebte Spezialität ist. Als ein prominenter Gast im Jahre 1956 im renommierten Belgrader „Golf-Hotel“ ein Kiewer Kotelett bestellte, und der Koch Milovan Stojanovic weder Hühnerfleisch noch Butter zur Zubereitung des Gerichtes vorrätig hatte, entschloss er sich aufgrund der Ermangelung der benötigten Zutaten zu improvisieren und bereitete kurzum einfach ein gerolltes Schnitzel in Tartar Soße zu. Seine „Erfindung“, das Karadjordje Schnitzel (karadjordjeva snicla), benannte er nach dem berühmten Begründer der Dynastie der Karadjordjevic. Wegen seiner Phallus-ähnlichen Form wird das Karadjordje Schnitzel im Volksmund auch als „Jungfrauentraum“ bezeichnet.

Die Zutaten für Karadjordje Schnitzel

Dieses Originalrezept stammt direkt von Milovan Stojanovic, dem Erfinder des Karadjordje Schnitzel. Für eine Portion braucht man folgende Zutaten:

  • 220 Gramm Schweine- oder Kalbsschnitzel
  • 40 Gramm Kajmak (oder Rahm, alternativ geht auch ein Frischkäse)
  • 30 Gramm Semmelbrösel
  • 20 Gramm Mehl
  • etwas Salz und Pfeffer
  • 1 Ei

Für die Tartar Soße verrührt man folgende Zutaten miteinander:

  • 50 ml Öl
  • 5 Gramm Senf
  • 1 Eigelb
  • 5 ml Weißwein
  • 1 TL Kapern
  • 1 fein gehackte Gewürzgurke
  • etwa Zitronensaft
  • 1 TL Salz

Karadjordje Schnitzel nach Originalrezept zubereiten

Zunächst wird das Schnitzel gewaschen und gründlich pariert, wobei etwaige Sehnen mit dem Messer entfernt werden. Danach klopft man das Schnitzel beidseitig mit dem Fleischklopfer so dünn wie möglich. Ein Ende des Schnitzels sollte besonders dünn sein, damit es sich später gut rollen lässt und besser anhaftet. Nun wird die Innenseite des Schnitzels etwas gesalzen und gepfeffert mit dem Kajmak bestrichen. Das Schnitzel wird wie ein Pfannkuchen mit der Füllung aufgerollt, so dass es die Form einer gefüllten Wurst annimmt.

Damit die Füllung nicht austritt, werden die Enden des gerollten Schnitzels mit den Fingern zugedrückt. Danach wird es in Mehl, Ei und Semmelbrösel paniert und anschließend für 8-10 Minuten mit viel Öl in der vorgeheizten Pfanne oder in der Fritteuse bei 180° frittiert. Das Karadjordje Schnitzel muss in Öl schwimmen und das ist nicht unbedingt kalorienarm, doch dafür unglaublich lecker. Beim Frittieren zieht das Schnitzel etwa 40 Gramm Fett in sich hinein. Serviert wird das Gericht auf einem ovalen Teller, übergossen mit der Tartar Soße und garniert mit einer Zitronenscheibe.

Wer es ganz originalgetreu machen will, schneidet in Anlehnung auf den Karadjordevic-Orden aus roter Paprika einen vier-zackigen Stern und legt ihn auf die Zitronenscheibe obenauf. Als Beilage zum Karadjordje Schnitzel serviert man etwa 150 Gramm Bratkartoffeln und 150 Gramm gekochte grüne Bohnen. Die Beilagen sind jedoch nicht festgelegt und können variiert werden. Man kann zum Beispiel auch Pommes Frites oder Salzkartoffeln dazu servieren, grünes Blattgemüse wie Spinat oder Mangold aber auch Djuvec-Reis.